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Listen to Kita_03.10.26_Final by Dr. Retzel MP3 song. Kita_03.10.26_Final song from Dr. Retzel is available on Audio.com. The duration of song is 41:05. This high-quality MP3 track has 768 kbps bitrate and was uploaded on 14 Oct 2026. Stream and download Kita_03.10.26_Final by Dr. Retzel for free on Audio.com – your ultimate destination for MP3 music.










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The speaker discusses the topic of daycare integration, focusing on the importance of the process in fall for many families. They explain the significance of daycare integration, influenced by attachment research, emphasizing the child's need for a secure base. The process varies between institutions, impacting the child's exploration behavior and attachment system activation when separated from parents. The talk stresses the value of recognizing and supporting attachment bonds for children's emotional well-being and development. Ja und heute möchte ich mit euch über das Thema der Kita-Eingewöhnung sprechen, weil das einfach im Herbst immer in aller Regel in vielen Haushalten, in vielen Familien einfach ein großes Thema ist. Natürlich gibt es auch letztlich die Eingewöhnung in die Schule oder in die weiterführende Schule, aber tatsächlich möchte ich mich heute auf die Eingewöhnung eben im Kindergarten, in der Krippe eben vor allem auch konzentrieren, weil es einfach im Herbst in vielen Familien ein Riesenthema ist und häufig natürlich auch viel Unruhe reinbringt, vor allem, wenn man spürt, uns läuft die Zeit davon, es läuft nicht so gut, wir haben nur noch so und so viele Wochen, dann muss ich wieder arbeiten oder ja auch ganz andere Fragen von, ist das überhaupt die richtige Kita für uns und so weiter und so fort, damit beschäftigen wir uns heute. Wichtig finde ich erst nochmal darüber zu sprechen oder ich möchte jetzt erst mal eingangs mit euch darüber sprechen, warum macht man eigentlich eine Eingewöhnung, also man könnte ja sagen, ja was wollt ihr, das ist ein schöner Kindergarten, schöne Krippe, da sind gut ausgebildete Leute, also gebt das Kind doch einfach ab, es wird hier eine gute Zeit haben und genau so hat man das früher ja auch gemacht, wo es eben noch keine Eingewöhnung gab und es gibt bis heute auch noch Krippen oder auch Kindergärten, wo die Eingewöhnung eben nicht wirklich als bedeutungsvoll oder als etwas Wertvolles gesehen wird. Genau aus diesem Aspekt nehme ich heraus, im Sinne von, was wollt ihr denn, es ist doch gut hier und was mir auch noch wichtig ist zu sagen, es gibt natürlich von Kindergarten oder von Krippe zu Krippe Unterschiede, also wie wichtig, wie bedeutungsvoll die Eingewöhnung eben ist, aber trotz allem muss man oder darf man schon sagen, dass es jetzt hierzulande schon üblich ist, dass es irgendwie eine Form von Eingewöhnung eben gibt und das ist aber nicht überall so. Also ich habe ja immer wieder auch mal Beratungsanfragen von Eltern, die eben ja in anderen Kulturen, in anderen Ländern eben auch leben, also schon einige Beratungsgespräche auch geführt mit Eltern aus den USA oder Eltern, die eben in England, in London zum Beispiel leben und die sehr bestürzt und besorgt auch darüber waren, dass es dort im Grunde keine Eingewöhnung gibt und wir haben dann doch irgendwie immer ganz gut, finde ich auch, oder die Eltern, nicht ich, also die Eltern haben Lösungen dafür gefunden und das häufig sogar auch durchgesetzt, also das fand ich richtig gut. Ich finde einfach, dass erstmal auch was Gutes, dass wir hier eben auch so eine Sicht darauf haben, dass kleine Kinder eben einfach so eine Eingewöhnung auch verdient haben und brauchen und das hat ja auch damit zu tun, dass die Bindungsforschung hierzulande auch eine sehr große Rolle eben gespielt hat, also vor allem durch die Bindungsforscher Grossmann und Grossmann, die ja die verschiedenen Längsstiftstudien eben auch, also über lange Zeiträume eben begleitet haben, also vom Babyalter, vom Kleinkindalter bis sogar, ja genau, also ins Erwachsenenalter wurde untersucht, wie stabil sind Bindungsmuster, was nimmt darauf Einfluss und so weiter, also es gab sogar Studien, da wurde auch untersucht, nimmt quasi das, was Mütter in der Schwangerschaft annehmen, also wie sie mit dem Kind umgehen werden, später Einfluss auf die Bindung, die sie dann tatsächlich herausbilden. Dass wir eben diese Tradition hierzulande haben und dass Bindung eben auch in der Forschung hier lange einfach eine wichtige Rolle gespielt hat, hat natürlich auch dazu beigetragen, dass sich hier in den Kindertagesstätten auch eine Kultur etabliert hat, dass Eingewöhnungen etwas Wichtiges sind, also das finde ich erstmal was sehr, sehr Positives. Aber dann ist natürlich immer die Frage, also was wird daraus gemacht, was versteht man darunter auch? Also man kann ja sagen, okay, Eingewöhnung ein, zwei Tage und das war's oder wir machen das so lange, wie das Kind und die Eltern das einfach brauchen und wie wir das auch als sinnvoll und als notwendig erachten. Also es gibt Eingewöhnungen, die sind recht robust, was auch Weinen und Schreien bei Kindern angeht und es gibt Kindertagesstätten, die da sehr, sehr, sehr, sehr vorsichtig sind. Wie es dann letztlich gelebt wird und ausgelegt wird, was eine Eingewöhnung eigentlich ist und wann eine Eingewöhnung eigentlich abgeschlossen ist, da gibt es eine große Varianz. Aber ich möchte mich trotzdem mit dieser Frage beschäftigen, warum das so wichtig ist. Und zwar ist es so, also ein Spielzimmer oder ein Kita-Raum kann noch so schön aussehen, die Betreuerin oder der Betreuer kann noch so freundlich und liebevoll erstmal sein. Solange ein U3-Kind vor allem keine Beziehung zu diesem Raum, zu diesem Menschen aufgenommen hat, kann das erstmal spannend alles sein und das Kind exploriert auch und ist ganz neugierig, solange Mama oder Papa da sitzen, aber die Situation verändert sich sofort in aller Regel für ein junges Kind, wenn der Elternteil aussteht und gehen möchte und dann ist nämlich Alarm. Manche schaffen das auch mal und können noch ein bisschen weiter explorieren, aber die meisten werden dann schon ein bisschen unruhiger oder fragen Mama, Papa. Manche fangen sofort zum Weinen ganz intensiv an, also dass es überhaupt nicht möglich ist, dass der Elternteil geht und in dem Moment wird einfach das Bindungssystem des Kindes aktiviert. Solange Mama und Papa, also die Bindungspersonen, die Zentralen mit dem Raum sitzen, ist das Explorationssystem des Kindes aktiv, also es kann spielen, es kann entdecken und erkunden und genau das ist ja der Moment, wo Eltern denken, oh ja, das läuft ja super hier, also ich bin ja gar nicht notwendig, ich werde ja gar nicht gebraucht und das wird häufig missverstanden, auch von Fachkräften, das ist ganz interessant, dass die dann kommen und sagen, schauen Sie, er oder sie ist doch schon hier so sicher, das klappt doch wunderbar, da können wir uns mal darauf einstellen, dass das eine ganz einfache Eingewöhnung wird. Oh, sowas würde ich nie sagen, vor allem nicht in den ersten Tagen, da ist noch ganz viel möglich, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Exploration, während ein Elternteil anwesend ist, gibt erstmal Auskunft darüber, dass dieser Elternteil wohl zu einer Sicherheitsbasis geworden ist, die es dem Kind eben möglich macht, diese ganzen kleinen Ausflüge, die es da unternimmt, eben zu unternehmen. Also da sieht man oft einfach auch Temperamenzunterschiede, manche sind eben explorativer, manche sind eben vorsichtiger. Also das Verhalten des Kindes in Anwesenheit des Elternteils gibt erstmal Auskunft darüber, wie ist so ein bisschen die Persönlichkeit des Kindes und sobald dieser Elternteil aber eben gehen möchte und aufsteht und sagt, ich muss mal kurz auf die Toilette oder ich müsste mal telefonieren und das Kind dann innehält und dann ganz klar kennzeichnet, nein, nein, nein, du darfst hier auf gar keinen Fall gehen, also das geht mir viel zu schnell. Das Explorationssystem des Kindes ist eben nicht mehr aktiv, sondern es springt sofort in den Bindungsmodus und sagt, bitte beschütze mich, also ich kenne mich hier ja noch gar nicht aus und also du musst bei mir bleiben und dann sieht man eben sehr klar, wie auch das unsichtbare Bindungsband zwischen Elternteil und Kind zu ziehen anfängt. Das kennen Eltern ganz gut, also je mehr sie dann dran ziehen und sagen, jetzt lass mich doch gehen, desto mehr halten die Kinder dagegen und sagen, nein, nein, nein, also bleib hier, du darfst auf gar keinen Fall gehen. Und es geht ja jetzt nicht darum, Eltern, wenn man das ihnen so erklärt, damit zu suggerieren und zu vermitteln, also du darfst dein Kind nie in den Kindergarten zurücklassen, auf gar keinen Fall, das ist ganz schlecht für die Bindung, nee, darum geht es natürlich nicht, sondern es geht erstmal darum, Bindung als Wert und als bedeutsam anzuerkennen. Und ganz ehrlich, also Eltern haben in aller Regel viel dafür getan, dass sich ja auch diese spezifische Bindung zwischen ihnen und ihrem kleinen Kind so herausentwickelt hat. Also Bindung ist viel Arbeit, also man wird nicht zu einer zentralen Bindungsperson für ein Kind, wenn man ab und zu mal vorbeischaut, über den Kopf streicht und sagt, na, hast du gut geschlafen heute Nacht, nee, im Gegenteil, also Bindung ist teilweise für Eltern wirklich Schwerstarbeit, das bedeutet, dass man sich hundertmal in der Nacht wecken lässt, das bedeutet, dass man Kinder viel trägt, schleppt, manche wohnen quasi das erste Lebensjahr mehr oder weniger auf einem und dass auch in dieser Zeit wirklich die eigene Autonomie und die eigene Selbstbestimmung oft doch wirklich sehr eingeschränkt ist und man eben alles dafür tut, um diesen kleinen Menschen irgendwie gut ins Leben zu bringen und ihnen immer wieder durch dieses Reagieren, durch dieses Dasein zu vermitteln, diese Welt ist ein sicherer Ort für dich, ich kümmere mich, ich beschütze dich und wenn du Kummer und Leid hast, dann nehme ich Anteil daran. Und das ist ganz wichtig auch zu verstehen, also es geht nicht darum, jeden angstauslösenden oder stressauslösenden Stimulus, die das Kind in dieser Zeit eben so für sich erlebt, also all die Reize, die eben so hereinströmen auf das Kind, das alles zu vermeiden, aber es geht darum, dem Kind immer wieder dieses Gefühl zu vermitteln, ich beschütze dich, ich bin da, wenn es dir zu viel wird und wenn du weinen musst und wenn du Stress hast, dann nehme ich daran Anteil und dann versuche ich auch, dass der Stress, den du hast, dass der weniger wird. Und genau das ist eben dann auch der beruhigende Effekt für die Kinder, wo die dann auch Urvertrauen aufbauen und sagen, okay, also wenn es mir nicht gut geht, wenn irgendwas ist, Mama und Papa, die kommen schon und die kümmern sich. Genau das ist ja doch sehr anspruchsvoll. Man muss gucken, man muss antizipieren und man geht da auch oft über Grenzen eigentlich hinaus. Also man steht dann doch nochmal auf in der Nacht und obwohl man vielleicht gerade eingeschlafen ist oder trägt das Kind nochmal eine Runde, obwohl man eigentlich selber schon ziemlich müde ist. Und man geht eben in diese Vorleistung und in diese große Lebensleistung, finde ich, auch als Eltern, weil man seinem Kind ja meist auch bei der Geburt ein Versprechen gegeben hat. Eine Art, wie soll ich sagen, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber fast wie so ein Liebesversprechen im Sinne von, ich werde mich bestmöglichst um dich kümmern und ich werde alles dafür tun, damit du gut in dieses Leben kommst. Damit erklärt sich ja aber auch, warum zum Beispiel Kinder sich nicht gegenseitig Bindungspersonen in diesem Sinne sein können. Also natürlich können ältere Geschwister manchmal ein bisschen auch eine schützende Funktion übernehmen, das wissen wir. Aber wir wissen eben auch, also gerade wenn wir uns dem Bereich der Parentifizierung nähern, wie belastend das für ältere Geschwister ist, wenn sie eine elternähnliche Funktion aufnehmen müssen, also ausüben müssen. Und deswegen können Kinder sich gegenseitig nicht regulierende Bindungspersonen sein, sie können sich Bezugspersonen sein, wichtige Spielpartner, aber keine regulierende Funktion in dem Sinn übernehmen, wie die Eltern es tun. Und das ist der große Unterschied. Und deswegen brauchen Kinder nämlich auch erwachsene Bezugspersonen, die sich wirklich zuverlässig um sie kümmern. Und wie ich es jetzt so beschrieben habe, das klingt ja jetzt einfach irgendwie nur furchtbar anstrengend und all die Mühe und Arbeit, die man mit den kleinen Kindern hat. Aber Bindung bedeutet auch noch was anderes. Also für Kinder ist es auch sehr wichtig, dass sie, also so wird es auch in der psychoanalytischen oder psychodynamischen Literatur häufig auch beschrieben, dass sie auch erleben, dass sie so in ihren Eltern, in den elterlichen Augen auch so einen Glanz und so eine Freude auslösen können. Also kennen viele Eltern ja auch, dass es vielleicht eine ganz anstrengende Nacht war oder nicht der beste Tag und dann strahlt sie ihr Kind an und dann strahlen sie einfach zurück und in dem Moment ist alles gut. Und dann wird den Eltern auch wieder so klar, hey natürlich, also ich tue alles für dich und auch wenn ich gerade nicht so glücklich war, jetzt ist alles wieder gut zwischen uns. Und das ist für Kinder auch die Seelennahrung. Klingt alles so ein bisschen pathetisch, aber der Anfang des Lebens ist ja auch sehr verletzlich und deswegen geht es halt häufig auch um die großen Gefühle, die die Kinder in uns auslösen, aber auch um die großen Gefühle, die die Kinder plötzlich auch brauchen von uns. Also wirklich diese Resonanz und dieses, es ist so schön, dass es dich gibt. Wenn man Kindern das mitgibt und nicht nur im Sagen, du bist mir so wichtig, sondern wirklich durch das Nonverbale, durch die Mimik, dann stattet man sie eben auch mit Urvertrauen aus und mit dem Gefühl von, es ist ganz gut, dass es mich gibt. Also ich darf vertrauen und ich kann auch davon ausgehen, wenn ich irgendwas habe, dann wird mir gut geholfen. Und das sind all die Punkte eben, die im ersten Lebensjahr doch sehr zentral sind. Und die Kinder binden sich eben dann auch spezifisch an ein, zwei oder drei Bindungspersonen. In aller Regel hierzulande sind es maximal vier. Und die meisten Kinder bilden aber auch eine sehr hartnäckige Präferenz erstmal aus für einen Elternteil. Hierzulande ist es oft die Mutter, muss aber nicht immer sein. Aber es ist meistens die Person, die sich eben um das Kind überwiegend kümmert, also in diesen ersten Monaten. Jetzt kann man ja sagen, warum ist das sinnvoll, also dass das Kind jetzt einen Elternteil so bevorzugt, das ist ja irgendwie unpraktisch. Das ist für Eltern manchmal gar nicht so einfach, weil man dann quasi immer wieder auch mit dem anderen so verhandeln muss, wer macht es jetzt oder wie lange darf das Kind weinen bei dir, bevor ich übernehme? Das sind ja so typische Fragen, die Eltern von Säuglingen oder Kleinkindern ja doch häufig miteinander verhandeln. Aber warum gibt es jetzt so diese spezifische Präferenz für eine Bindungsperson? Das hat damit zu tun, also so kann man es erklären, dass es für kleine Kinder doch sehr schützend und überlebenssichernd ist, wenn sie in maximaler Bedrohung oder maximalem Stress sofort zack wissen, zu wem sie gehören und nicht mehr lange überlegen. Also das ist einfach, man muss sich das so vorstellen, das ist einfach wie so eine ganz tiefe, initiale Prägung, die stattgefunden hat. Und das kennen Eltern auch, wenn zum Beispiel ihr Kind wirklich sich mal wehgetan hat oder einen ganz tiefen Kummer oder Schmerz hat oder ja genau eben beim Hinfallen und dass sie dann wirklich ganz laut also den Namen, also halt Mama oder Papa von einem Elternteil rufen. Das ist einfach wie so ein Überlebensprogramm und das ist auch wichtig, dass wir sowas in uns haben. Und letztlich haben wir sowas auch als Erwachsenen in uns. Wir alle haben in aller Regel eine oder zwei Personen und wenn wir maximal gestresst sind, wenn es uns maximal schlecht geht, dann wäre es ganz schön blöd, wenn wir jetzt lange rum überlegen müssen, oh wen rufe ich den jetzt an, den kontaktiere ich denn, ach den nehme ich denn jetzt, ja sondern, dass man sofort zack den Namen in seinem Kopf hat, sofort die Nummer wählt und sagt, ich brauche dich sofort. Das sind so ganz tiefe, uralte Überlebensstrategien, die wir noch in uns tragen. Aber jetzt leben die Kinder ja in aller Regel nicht mehr, Gott sei Dank. Ich meine es kommt darauf an, wo man in der Welt gerade lebt, ja das ist immer so der Fall, aber gehen wir jetzt mal davon aus, in einem bayerischen Dorf oder in Berlin oder in Hamburg oder irgendwo im Norden auf einem Dorf, kann man davon ausgehen, dass Kinder ja erstmal geschützt sind, ja und dass sie das auch sind, wenn man sie in eine Kindertagesstätte bringt. Aber dieser ganz alte Überlebensmodus oder diese ganz alte Überlebensstrategie oder dieses Streben nach Sicherheit, also sich erstmal nicht von der Bindungsperson trennen zu wollen, weil das so gut mit dir ist, das ist ja in den Kindern nach wie vor drin, tief verankert und das können wir nicht einfach umgehen, bloß weil wir jetzt irgendwie 2026 leben. Und deswegen nutzt es gar nichts, wenn man zu einem zweijährigen Kind sagt, ach jetzt spiel doch mal mit Bettina, sie ist eine ganz liebe Erzieherin, sie hat ganz viel Erfahrung, sie wird sich gut um dich kümmern, ich bin zutiefst überzeugt, ich finde sie auch super nett und guck mal wie schön es hier ist. Das alles kann sich mit Bettina entwickeln und das soll es auch. Aber solange das Kind mit dieser Erzieherin noch keine Bindung aufgenommen hat, ja und sich das auch noch gar nicht vorstellen kann, hat sie eben noch nicht dieses Vertrauen in diese Bettina oder in die Fachkraft und das muss sich eben erst entwickeln und das ist das Ziel von der Eingewöhnung. Und Eingewöhnung bedeutet nicht, dass man die Eltern abgewöhnt, sondern dass das Kind die Erfahrung sammelt, wenn ich hier bin, in diesem Raum oder in diesen Räumen mit dir, wenn ich etwas habe, wenn ich Kummer habe, wenn ich Schutz brauche, wenn ich ein Problem habe, wenn es mir gerade nicht gut geht, dann kann ich mich an diese Person oder an diese zwei Personen wenden und die werden mich beschützen und die werden mir helfen, die werden mich regulieren. Und das ist die Grundvoraussetzung, damit Kinder überhaupt durch den Kita-Alltag kommen. Und das ist das Thema von der Eingewöhnung oder das Ziel, also einfach Vertrauensaufbau. Und nicht nur für die Kinder, auch für die Eltern. Je jünger ein Kind ist, desto vorsichtiger, desto genauer guckt man, wem man sein kleines Kind anvertraut und erfahrungsgemäß ist man da immer vorsichtig und sollte das auch sein. Aber gerade eben, wenn das alles noch vor dem Sprachlichen ist, also das Kind sich noch nicht gut ausdrücken kann etc. und auch bei Dreijährigen, schaut man da ganz genau hin und wünscht sich natürlich auch Personen, die das Kind wirklich annehmen und die auch wirklich Interesse eben auch an diesem Kind einfach haben und den Eltern im Endeffekt auch vermitteln, also ich sehe, das ist euer kleines Kind und das habt ihr euch ganz viel gekümmert, euch ganz viel Mühe gegeben, also das ist so euer zartes Pflänzchen, das habt ihr jetzt ein Jahr oder anderthalb Jahre ganz gut gepflegt und gehegt und ich verspreche euch, ich werde mich gut darum kümmern. Also dieses Vertrauen müssen ja auch Eltern erstmal aufbauen und das ist auch nicht innerhalb von ein, zwei Tagen da. Und Fachkräften ist es bewusst, dass sie von den Eltern in der Eingewöhnung natürlich auch immer ganz genau beobachtet werden und es ist Eltern manchmal auch so ein bisschen peinlich, aber das ist doch normal, also dass ihr diese Umgebung auch abscannt, wo ihr euer Kind zukünftig eben betreuen lassen werdet, dass ihr da ganz genau schaut, dass ihr seht, wie gehen die mit den Kindern um, wenn die weinen, wenn es Konflikte gibt, wenn die Trost brauchen und das ist meiner Erfahrung nach, obwohl zum Beispiel, wenn noch gar keine Trennung stattgefunden hat und wenn Eltern da immer wieder beobachten, dass in einer Kita nicht gut getröstet wird oder dass sehr ruppig mit den Kindern umgegangen wird, das ist etwas sehr Erschütterndes, weil sich Eltern dann immer die Frage stellen und denken, okay, aber dann sind die ja so hier und wenn mein Kind dann mal in einer ähnlichen Situation ist, wird es dann auch so behandelt und ich würde sowas auch ernst nehmen. Also wenn man da wirklich immer wieder Interaktionen beobachtet, die wirklich ganz unfeinfühlig oder fast schon, ich sage es jetzt wirklich auch mal deutlich, fast schon etwas Gewaltvolles haben, also das ist wichtig, sich dann schon in dieser Phase zu fragen, wollen wir wirklich hier eine Eingewöhnung machen, also wollen wir hier wirklich unser Kind betreuen lassen. Sowas sollte man auf alle Fälle ernst nehmen, also wie ist der Vibe, wie ist die Stimmung, wie ist das Klima in einer Kita. Und in den meisten Kitas ist es schon so, dass das Kind eben eine Bezugserzieherin oder einen Bezugserzieher bekommt und der oder die dann eben anfängt, mit dem Kind ein bisschen zu spielen und da geht es ja auch noch überhaupt nicht so um Trennung und dass man erstmal guckt, wie klappt es denn zwischen den beiden und ja auch hier, also wenn man einfach spürt, es klappt nicht so gut und das Kind würde sich mit der Bezugserzieherin, also von dem anderen Kind oder ja also mit einfach einer anderen Erzieherin oder einer anderen Fachkraft also viel besser verstehen und wendet sich zum Beispiel schon häufiger an die, dann ist es doch ganz gut nochmal auch zu überlegen, ok sollen wir vielleicht auch nochmal wechseln. Also es gibt ja auch zum Beispiel Kitas, die legen das nicht fest, sondern lassen das Kind einfach auch wählen, also das finde ich auch gut. Wichtig ist nur, dass es überhaupt einen Ansprechpartner gibt, also wenn man irgendwie so vermittelt bekommt, hier gewöhnen alle irgendwie alle irgendwie ein, das wird dann doch oft sehr konfus und da steht dann irgendwie nicht wirklich die Beziehung im Mittelpunkt, ja sondern irgendwie halt einfach die Eingewöhnung durchzubekommen und das wäre zum Beispiel auch was, wenn Eltern sich eine Kita anschauen und wenn ihnen gesagt wird, es gibt hier erstmal überhaupt oder es gibt hier grundsätzlich keine Bezugsfachkraft, also weil das als etwas Unnötiges oder Überflüssiges angesehen wird, also da wäre ich vorsichtig, also das klingt nicht unbedingt empfehlenswert. Obwohl man natürlich auch fairerweise und das ist mir auch ganz wichtig zu sagen, auch wirklich nochmal betonen muss, dass das die Bezugsfachkraft halt gerade am Anfang oft eine ganz wichtige Rolle spielt, aber wenn es Kindern auch gut angekommen ist, dass dann sich das natürlich auch häufig auch in dieser Enge ein bisschen also auflöst und häufig müssen ja dann auch schon die nächsten Kinder eingewöhnt werden, aber es gibt schon und dann ist es auch wichtig, dass das Kind vielleicht auch mit einer anderen Erzieherin oder einem anderen Erzieher auch zurechtkommt, aber so diese Präferenz für die Bezugserzieherin oder Bezugserzieher kann doch meiner Erfahrung nach sehr ausgeprägt auch sein, ja und das ist ähnlich wie dann eben in der Familie, also diese Erzieherin oder dieser Erzieher sind immer präferiert, weil das Kind da einfach auch die besten Erfahrungen damit auch gesammelt hat. Es gibt Eltern, die sagen, immer wenn er oder sie, also die Bezugsfachkraft in der Früh nicht da ist, dann ist das Abgeben ganz schwierig und sobald die Bezugsfachkraft vom Kind da ist und auch von uns letztlich, ist das Abgeben an der Kita ja überhaupt kein Problem und das entspricht halt einfach auch den Bedürfnissen von kleinen Kindern, also das ist jetzt nichts, wo man sagen könnte, ja die sind aber auch verwöhnt oder unflexibel, ne also genau darum geht es, genau sowas wünschen sich Kinder und auch oft noch im Kindergarten. Ja und wie die Eingewöhnung dann letztlich vorangeht, das kommt natürlich immer so ein bisschen drauf an, also wie ist das Tempo des Kindes, wie interessiert ist es, exploriert es schon, ja ist es neugierig, also in vielen Kindertagesstätten ist es schon üblich, dass am dritten oder vierten Tag die erste Trennung stattfindet und Trennung bedeutet hier aber für mich, ich möchte es wirklich betonen, nicht dass man sagt, okay wir haben heute getrennt und dann machen wir morgen einfach weiter, die erste Trennung ist vielmehr, dass man mal schaut, wie reagiert das Kind dann darauf, also wenn die Bezugsperson geht, also Gerät ist ja unter Stress oder ist es schon okay und das gibt eine Richtung vor, wie man weiterzumachen hat. Das wird aber immer noch missverstanden, also nicht, das bedeutet überhaupt nicht, wenn man an einem Tag getrennt hat, dass man dann am nächsten Tag einfach weitermacht, weil wenn das nicht gut gelaufen ist und wenn das Kind sehr unter Stress geraten ist und sehr geweint hat, dann darf man am nächsten Tag auf gar keinen Fall noch mal eine Trennung versuchen, also dann bedeutet es wirklich Ruhe zu bewahren und zu sagen, sie oder Mama tut es man sich ja auch, du kommst jetzt erstmal noch mal eine Woche mit rein und dann schauen wir noch mal und geht einfach darum, dass man so eine Richtung erstmal hat, ja und ich meine, wenn es gut läuft und am nächsten Tag auch, dann ist es wunderbar, also dann muss man natürlich auch nicht das jetzt irgendwie künstlich verlangsamen, aber wichtig ist schon eben, dass man Rücksicht darauf nimmt, wenn man einfach sieht, das Kind ist jetzt schon sehr gestresst und man dann sich wirklich ganz bewusst für ein langsameres Tempo entscheidet und ich meine, man muss ja auch mal anerkennen, guck mal, ich meine, was tun Eltern dafür, um zu einer zentralen, wichtigen Bindungsperson zu werden im Leben von ihrem Kind, das ist doch klar, dass jetzt eine Kita-Fachkraft, die das Kind irgendwie zwei Stunden sieht für drei Tage, das kann doch nicht sofort eine exklusive, wichtige Bindung, also zum Kind aufbauen, wie soll denn das gehen, also das kriegt selbst die begabteste Fachkraft, kriegt das nicht hin. Bindung braucht auch immer Zeit, Druck, also ganz wichtig, Druck ist sehr hinderlich in Beziehungen, also gerade Kinder spüren das, wenn dann, ja und jetzt nochmal und los und Trennung und hier und da, also das führt auch dazu, dass Kinder dann auch anfangen, Fachkräfte eher zu meiden, wenn sie auch spüren, dass die Person bei der Eingewöhnung so viel Druck hat. Jetzt ist ja auch also eine ganz wichtige Frage, wie lange darf denn eine Eingewöhnung eigentlich dauern, das kann man so nicht sagen, also es gibt Eingewöhnungen, die sind nach vier bis fünf, sechs Wochen sind die gut abgeschlossen und alles wirkt sehr stabil, es gibt Eingewöhnungen, die dauern auch acht Wochen oder zwölf Wochen, nur also alles, was darüber hinausgeht, ja also wenn man wirklich über drei, vier Monate versucht einzugewöhnen und es geht einfach nicht gut voran und man hat einfach das Gefühl, es ist wie zementiert und wir stagnieren, also dann, finde ich, sollte schon die Frage ernsthaft, also von allen Seiten gestellt werden, macht es hier noch Sinn, ja also sollen wir hier weitermachen, ist das Kind reif für diesen Entwicklungsschritt, haben die Eltern genug Vertrauen, hat die Kita genug Kapazitäten, also ich hatte schon Schulungen mit Teams, die haben mir erzählt, dass die teilweise über ein Jahr versucht haben, Kinder einzugewöhnen und das war für alle unglaublich belastend und da habe ich mich manchmal auch gewundert oder habe mit denen auch darüber gesprochen, was dann eigentlich die Motivation war, das über so langen Zeitraum miteinander zu versuchen und oft war das auch von Seiten der Fachkräfte, dass die gesagt haben, naja wir wollten halt die Eltern nicht hängen lassen und die enttäuschen, aber für die Kinder war das teilweise sehr anstrengend und für die Fachkräfte und für die Eltern auch. Also ich denke, alles so, was so drei Monate etwa dauert, ist noch in einem guten Rahmen und wenn man auch spürt, es geht voran und das Kind fasst auch immer mehr Vertrauen, dann ist natürlich gut und also von dem her, es gibt da nicht eine Anzahl von Tagen, die man füllen muss, damit eine Eingewöhnung abgeschlossen ist, aber ja, also so vier bis acht bis zwölf Wochen sind gerade bei sehr jungen Kindern durchaus realistisch, weil es geht dann Schließtage oder Weihnachten oder jemand ist krank, also das Kind ist häufiger, vielleicht zwischendrin mal krank, dann ist die Bezugsfachkraft krank, dann sind die Eltern krank, also das ist alles mit eingerechnet auch, also in dieser längeren Eingewöhnung. Und jetzt noch ein ganz wichtiger Punkt, also wo Eltern immer auch viele Fragen dazu haben, wann ist denn jetzt eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine Trennung? Ich weiß nicht, ob es den gibt, also Trennung fühlt sich oft einfach erstmal schwer an und den meisten Eltern fällt es schwer zu gehen, aber ich möchte es mal so beantworten, wenn ein Kind schon entspannt exploriert, wenn es schon Kontakt mit der Bezugsfachkraft zulässt, auch sagt, ja heute gehen wir in die Kita und auch irgendwie so ein bisschen Freude auch schon zeigt und vielleicht auch schon ein bisschen mit anderen Kindern interagiert, also das sind alles Punkte, so da kann man sagen, okay, also das ist ja schon mal, hat sich schon mal gut entwickelt. Wenn ein Kind aber dagegen nur bei einem Elternteil auf dem Schoß sitzt und kaum exploriert und maximal angespannt wirkt, dann macht eine Trennung überhaupt keinen Sinn, ja, weil das ist alles ein Zeichen dafür, dass das Bindungssystem des Kindes maximal angespannt ist und dann ist es nur klug zu sagen, wir warten und wir warten so lange, bis das Kind mehr auftaut und mehr Sicherheit hat, weil meiner Erfahrung nach, Kinder merken sich Trennungen oft ganz gut, also deswegen darf man da nicht einfach mal lustig rumprobieren im Sinne von, naja, dann weinen sie halt mal, also natürlich Trennen besprechen wir gleich noch, aber wenn eine Trennung zu lange ist, zu intensiv, das führt immer zu Payback, also was man dann zahlen darf am nächsten Tag, weil das Kind oft sehr ängstlich wird, sehr trennungsvermeidend, sehr anhänglich gegenüber einem Elternteil, der einen gewöhnt, deswegen ist es auch so wichtig, dass man wirklich intuitiv gut reagiert, wenn man einfach spürt, das funktioniert hier nicht, also ich kann das Kind nicht beruhigen als Fachkraft und das auch nicht persönlich nimmt und dann in irgendwie so ein Agieren verfällt im Sinne von, jetzt noch mal fünf Minuten und noch mal fünf Minuten, vielleicht kriege ich es hin, man hört es in aller Regel sehr gut, dass es jetzt nicht mehr geht und dass man die falsche Person für das Kind ist und dass das Kind jetzt Mama oder Papa braucht und was passiert, wenn die Trennung zu lange ist und zu heftig und zu intensiv und wenn das Kind dann die Erfahrung macht, ich habe ganz viel Angst und ganz viel Stress in der Kita, es verknüpft ja auch mit der Bezugserzieherin, also es soll ja eigentlich eine Bezugserzieherin werden, dann Stress, also das Kind sieht dann nicht irgendwie mehr die Bezugsfachkraft im Sinne von, du bist ja die Person, die mir helfen soll, also wenn ich ohne Mama, Papa hier bin, sondern das Kind assoziiert mit dieser Fachkraft dann Stress, du bist die, die mich immer von der Mama trennen will oder vom Papa, um dich mache ich lieber mal einen großen Bogen und das ist Fachkräften manchmal gar nicht so bewusst und dann wundern sie sich, dass die Trennung mit ihnen nicht mehr klappt, aber das hat damit zu tun, wenn sie den Bogen zu häufig überspannt haben und das Kind mit ihnen einfach Stress assoziiert, dann haben sie kaum mehr Möglichkeiten, eben noch eine gute vertrauensvolle Beziehung mit dem Kind aufzubauen. Deswegen, lieber ein bisschen warten, lieber nicht überstürzt handeln, manchmal muss man da auch Fachkräfte einbremsen und sagen, okay, ich weiß, ihr habt euren Plan und ihr wollt voran, aber ich kenne halt auch mein Kind und es ist jetzt einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt und ich bin mir sicher, wenn wir jetzt ja doch ein paar Tage warten und das Kind noch ein bisschen mehr aufgetaut ist, dann klappt es auch viel besser. Und damit kommen wir aber auch schon zum nächsten Thema, weinen beim Abschied. Viele U3-Kinder und selbst auch noch Kindergartenkinder weinen, auch dann, wenn die Eingewöhnung eigentlich abgeschlossen ist. Entscheidend ist aber, wie schnell kann das Kind von der Bezugserzieherin, vom Bezugserzieher beruhigt werden und wenn das gut funktioniert, ja, also wenn auch die Tränen fließen, ja, aber sich das Kind dann schnell in Anwesenheit von dieser Person beruhigen kann, dann ist genau das ja auch das Kennzeichen, dass diese Person auch zu einer weiteren Bindungsperson im Leben des Kindes geworden ist und eben regulieren und beruhigen kann. Mir ist es wirklich auch noch mal ganz wichtig zu sagen, ich weiß, dass Eltern genau das am meisten fürchten und sich halt einen guten Abschied wünschen im Sinne von tränenfrei, aber ich weiß nicht, ob das so gut ist, sich immer zu wünschen, weil Abschied und Trennung ist für kleine Kinder einfach noch aufregend. Ich meine, die sind vielleicht gerade 20 Monate oder zweieinhalb oder drei Jahre, die haben das noch nicht so oft erlebt und die haben auch noch nicht so oft vielleicht die Erfahrung gemacht, dass Mama und Papa verlässlich wiederkommen. Also ist es doch nur ganz normal, dass sie heftig erst mal auf diesen Moment reagieren und es ist viel besser und gesünder, wenn ein Kind seine Gefühle auch wirklich korennt und wirklich also nach außen hin auch zeigt und nicht in sich verschließt, sondern wirklich in den Alarm geht und wirklich schreit und wirklich sagt, das ist ganz schlimm gerade für mich, dass du gehst, weil das ist auch die Information für die Fachkraft, die sie braucht, um überhaupt tätig zu werden im Sinne von, dass sie trösten muss. Also da ist es, glaube ich, ganz wichtig, mit welcher Perspektive schaut ihr da drauf. Lieber weinen, also lieber das Kind soll weinen und die Erfahrung machen, es beruhigt sich und es wird auch Anteil an seinen Stress genommen, wie Kinder, die gar nicht mehr reagieren, die reinmarschieren und eigentlich total gestresst sind, aber niemand bekommt es mehr mit. Also da ist mir wirklich wichtig nochmal, dass sich da vielleicht auch, nicht nur vielleicht, sondern dass man da in der Lage ist, auch die Perspektive eben von den Kindern eben immer wieder einzunehmen. Und nächster wichtiger Punkt ist ja auch, wann kann man denn jetzt eigentlich sagen, wann ist die Eingewöhnung abgeschlossen? Wenn ein Kind gerne hingeht, es braucht vielleicht doch ein bisschen Unterstützung, aber grundsätzlich spricht es positiv über seine Kita, es spielt dort ein bisschen in seinem Rahmen, also ja, also es muss jetzt nicht alles ausprobieren und neugierig sein, aber es exploriert so ein bisschen und wirkt zufrieden dabei. Und es hat einfach eine merkliche Beziehung, also zu einer Person in der Kita eben aufgebaut und da klappt es auch wirklich zuverlässig, dass diese Person eben regulieren und trösten kann, also wie gerade eben auch erklärt am Beispiel vom Abschied. Dann ganz wichtig ist es natürlich auch, dass das Kind ein bisschen was isst und trinkt vor Ort, also es muss jetzt nicht super viel sein, aber und auch ausscheidet. Also überhaupt nichts essen, überhaupt nichts trinken oder ganz trockene Windeln die ganze Zeit, das ist immer ein Zeichen, dass ein Kind noch sehr angespannt ist. Also wenn wir auf der Flucht sind, dann gehen wir nicht auf die Toilette und wir essen und trinken auch nichts. Und wenn sich da aber auch was entwickelt und man hört, okay, heute war schon ganz gut, hat mehr gegessen, mehr getrunken, genau, wir haben auch einmal gewickelt und so, dann ist es auch immer ein Zeichen, okay, das Kind entspannt sich mehr. Dann Mittagsschlaf ist natürlich auch immer noch mal so ein eigenes Thema, also es gibt Kinder, die sind eigentlich perfekt und gut eingewöhnt, bis es zum Schlafen geht, auch das gibt es. Also es gibt Kinder, die können gut bis dahin sein in der Kita, aber sie können dort nicht schlafen, werden dann von den Eltern also auch länger noch abgeholt, was ich vollkommen in Ordnung und gut finde, wenn Eltern das leisten können und so weiter und so fort, geht ja nicht immer. Aber klar, natürlich auch dann gut dort schlafen und zur Ruhe kommen ist natürlich auch noch mal ein weiterer Hinweis dafür, dass das Kind sich jetzt einfach entspannt und eben gut auch zur Ruhe kommen kann. Wobei man auch sagen muss, dass die Kita am Anfang manchmal so anstrengend ist für die Kinder, dass sie da einfach auch, ja einfach, ja fast umfallen, weil sie so erschöpft sind. Also das kann am Anfang natürlich auch ein Effekt sein von dieser Anstrengung. Und dann möchte ich zum Schluss noch über ein Thema sprechen, was mir sehr am Herzen liegt. Also es gibt ja immer wieder Eingewöhnungen, die sind nicht so einfach. Also viele Aufs und Abs und man hat einfach so das Gefühl, das Kind kommt nicht richtig an, man selber auch nicht. Das ist teilweise für Eltern auch wirklich extrem belastend, also wo die auch hoch ambivalent sind und sagen, ich weiß einfach nicht mehr, wo ich stehe. Wenn Eltern immer wieder in Gesprächen gesagt wird, das ist eure Schuld, du kannst dich nicht trennen, dann ist das für mich ein Zeichen, dass eine Fachkraft vielleicht nicht ganz verstanden hat, wie schwer das auch für die Eltern ist. Also ich finde, das klingt einfach unglaublich vorwurfvoll. Und es mag schon sein, dass Eltern einfach Sorgen haben oder aufgrund von ihrer eigenen Biografie auch Themen haben mit der Trennung. Also das kann durchaus sein, aber dafür gibt es eben einfach Gründe. Ich finde das, was ich einfach sagen möchte, ich finde es einfach so unglaublich fehl am Platz, hier eine Schuldfrage zu formulieren. Also wenn Trennungen nicht gut funktionieren, niemand hat Schuld daran. Weder das Kind noch die Eltern. Es ist einfach eine Dynamik, die sich gerade zeigt und wo man anerkennen muss, irgendwas funktioniert jetzt hier gerade nicht. Aber das ist ja nicht die Schuld von den Eltern. Also die meisten Eltern, mit denen ich gesprochen habe im Lauf der Jahre, die haben immer zu mir gesagt, wissen Sie, ich wäre die glücklichste Person auf Erden, wenn ich einfach gehen könnte und mein Kind glücklich in der Kita wäre. Also ich will das doch genau. Aber wenn mein Kind so doll weint, wenn mein Kind so angespannt ist und wenn ich halt auch spüre, mein Kind verändert sich und es hat also total starke Trennungsängste entwickelt, seitdem wir in der Eingewöhnung sind, dann kann ich doch als verantwortungsbewusster, liebevoller Elternteil nicht einfach darüber hinweggehen. Die Eltern reagieren ja auch auf das, was die Kinder ihnen zeigen und die Eltern haben ja auch noch ihre eigene Geschichte, ihre eigene Kindergartenbiografie und dann entwickelt sich einfach so eine ganz spezielle eigene Dynamik. Und deswegen geht es hier niemals um Schuld. Ich finde schon, dass man mit Eltern besprechen kann und sagen kann, es scheint einen Anteil in ihnen zu geben, der scheint sehr besorgt zu sein oder da fehlt vielleicht irgendwie was an Sicherheit. Was ist es denn? Also das zusammen zu explorieren und herauszufinden, das ist wichtig. Aber es geht, also die Auflösung von diesen inneren Konflikten oder Themen oder Ängsten, die geht nicht über die Frage von Schuld. Niemals. Und Kinder sind sowieso nicht schuld. Also wenn man das hört, also dann kann man auch einfach gehen sofort. Also dann ist, finde ich, alles verloren. Es gibt natürlich auch Einrichtungen, da sieht man einfach, dass die so unfeinfühlig auch mit den Kindern umgehen und dann muss man sich halt wirklich ernsthaft fragen, also möchte ich, dass mein Kind da betreut wird oder nicht und dann einfach auch kündigen. Also dazu möchte ich Eltern einfach ermutigen. Ja, es gibt einfaches, auch wissenschaftlich nachgewiesen, es gibt so große Unterschiede in der Qualität von Kindertagesstätten. Es gibt Kindertagesstätten, die sind unglaublich gut, unglaublich bemüht, unglaublich liebevoll und selbst in diesen Einrichtungen gibt es schwierige Eingewöhnungen, ja, weil es für manche Kinder einfach doch eine große Erschwernis ist. Und es gibt aber auch Kindertagesstätten, die einfach nicht gut sind, wo man Kinder nicht guten Gewissens eben lassen kann. Und zu guter Letzt möchte ich noch auf einen Punkt zu sprechen kommen. Eine Eingewöhnung, das ist immer eine Blackbox. Also man weiß einfach nicht, wie es laufen wird. Man hat manchmal eine Idee, man hat eine Ahnung oder man beobachtet sein Kind am Spielplatz oder in der Interaktion mit anderen und hat schon so eine kleine Vision oder eine Vorstellung, wie es sein könnte. Und da liegen Eltern ja auch nicht immer falsch. Ja, aber ich würde trotzdem sehr dafür plädieren, maximal offen in eine Eingewöhnung reinzugehen, weil manchmal auch sehr nach außen hin robuste oder selbstsichere Kinder sich doch manchmal sehr anders verhalten können, wenn es um dieses Thema geht. Und andere Kinder wiederum, wo man denkt, oh, das wird aber schwierig, können einen auch wieder überraschen. Von dem her ist es aus diesem Grund heraus, es ist eben einfach gut, wenn man genügend Zeit für eine Eingewöhnung einplant, wenn es eben geht und einfach offen da reingeht und sich nicht auch, ich sage jetzt wirklich mal, belabern lässt von irgendwelchen Leuten, die sagen, das wird ja super easy, schau mal, wie neugierig er oder sie ist, das können die nicht einschätzen. Ja, weil Spielen am Spielplatz in Anwesenheit von den Eltern ist eine völlig andere Nummer, wie alleine in dem Kindergarten zu spielen. Also für Kinder sind es Welten. Und ich glaube, genau diese Offenheit, also zu gucken, wie ist es und dieses auch auf sich zukommen zu lassen, das ist eine ganz gute Grundhaltung, sowohl bei Eltern als auch bei Fachkräften, weil ich finde, genau dann hat ein Kind ja auch genügend Raum, eben auch zu zeigen, was es wirklich braucht und auch die Möglichkeit, sich zu verhalten, also wie es eben gerade ist und sich nicht einfach nur anzupassen an der Umgebung. Also, das sind so Gedanken zum Thema der Eingewöhnung. Das ist ein Bereich, da kann man oft und viel darüber sprechen. Da gibt es noch viele andere Themen und Fragen dazu, aber wenn ihr euch gerade in der Eingewöhnung befindet und das ja vielleicht auch gerade anstrengend ist, ja, das ist es. Also das ist mir auch nochmal zum Abschluss ganz wichtig zu sagen, auch wenn es gut läuft. Es ist in aller Regel doch eine sehr aufregende Phase und man sitzt da und hofft und wünscht sich einfach, dass es gut klappt und dann gibt es bessere Tage, schlechtere Tage und so weiter. Also diese Auf und Abs sind einfach auch normal. Aber eine gute Erziehungspartnerschaft, wo ihr wirklich das Gefühl habt, ihr könnt immer wieder mit den Fachkräften sprechen und ihr kommt da in gute Gespräche und es geht wirklich um das Kind. Also das ist das A und O einfach von einer guten Kita-Zeit. So wie das Kindvertrauen also aufbauen muss, müssen sich ja auch erst mal die Erwachsenen, also sprich Kita-Personal und Eltern auch kennenlernen. Ja, also dass man einfach so ein Gefühl auch dafür entwickelt, okay, wie ticken die? Von dem her, allen, die sich gerade in einer Eingewöhnung befinden, alles Liebe und Gute und Eltern, die das jetzt angehört haben, bei denen das schon eine Zeit zurückliegt. Hoffe ich, dass auch was dabei war. Mama, es ist ja auch ganz interessant, so, ja, Themen, die auch schon länger in der Entwicklung der Kinder zurückliegen, nochmal zu reflektieren. Und dann bis bald. Macht's gut. Tschüss. Ciao.
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